4. Oktober 2025. Auf dem Weg nach Purtătorii de Făclie sah es nach einem kalten Tag aus: schneebedeckte Berge, klarer Himmel. Wir hatten uns warm angezogen – schliesslich würden wir den ganzen Tag draussen verbringen. Die zusätzlichen Pullover blieben dann doch im Auto. Nicht nur wegen des schönen Wetters, sondern auch wegen der Herzlichkeit, mit der wir empfangen wurden.
Überall fröhliche Gesichter, überall Sätze wie: «Es ist so lange her!» oder «Wie geht es dir?» Dann begann die Feier – und was für eine schöne: ein Eisbrecherspiel, bei dem das ganze Zelt vom Rascheln der bunten Tüten erfüllt war, dazu Benis Rhythmus. In Kleingruppen lernten wir uns besser kennen.
«Ich betete still, dass auch ich für die Kinder ein Segen sein würde – so wie andere es für mich gewesen waren.»
Rahela Năstasă, Micii Exploratori, Rumänien
Ich hatte die Gelegenheit, Menschen zu treffen, die von Anfang an dabei waren. Beeindruckt hat mich die Ausdauer und Entschlossenheit derjenigen, die vor zwanzig Jahren an Micii Exploratori geglaubt und die Mission vorangetrieben haben.
Im Pavillon waren Fotos ausgestellt – Bilder von Lagern, an denen ich selbst teilgenommen hatte, und Fotos von Menschen, die meine Leiter gewesen waren, als sie selbst noch Teenager auf Kursen waren. Beim Betrachten wurde mir bewusst, wie gesegnet ich war, durch Micii Exploratori so schöne Kindheitserlebnisse gehabt zu haben.
Wir unterhielten uns, machten Fotos, assen Desserts vom Feuer, schauten ein spannendes Spiel und tauschten Erinnerungen aus – genau wie Freunde das tun.
Am Abend richteten wir im Lobpreis unsere Augen auf den Einen, der alles möglich gemacht hat. Daniel Horst teilte eine ermutigende Botschaft. Die Feier endete mit einem Lied, dessen Text sinngemäss so lautet: «Wenn ich heute zurückblicke und all das sehe, was Du getan hast – die Zahlen würden nicht ausreichen, um Dir zu danken.»
Während der Text lief, dachte ich darüber nach, wie es sich anfühlen muss, fast 200 Menschen um sich zu sehen, die denselben Wunsch teilen: den Kindern Rumäniens das Evangelium zu bringen. Nach zwanzig Jahren vor Gott zu stehen und zu danken – und zu wissen, dass das Vermächtnis Generationen überdauert.
Der Abend endete nicht, bevor wir die geehrt hatten, die hinter dem Dienst stehen – die Menschen hinter den Kulissen, die Zeit, Energie und Ressourcen investiert haben. Der 4. Oktober war mehr als ein Festtag: eine Ermutigung, dass Gottes Güte auch weiterhin Bestand haben wird.